Einleitung zum Kapitel
Die Übung unterstützt dabei, die Wahrnehmung des Schattenkindes klar vom inneren Erwachsenen zu unterscheiden.

Kernaussage
Durch das bewusste Einnehmen beider Positionen wird sichtbar, wie unterschiedlich das Schattenkind und der Erwachsene ein Problem empfinden und beurteilen.

Wichtige Gedanken aus dem Kapitel

  • Man nimmt ein konkretes Problem und arbeitet mit zwei gegenübergestellten Stühlen.
  • Schattenkind-Position:
    • Man setzt sich auf den ersten Stuhl und schildert das Problem ausschließlich aus der Perspektive des Schattenkindes – mit seinen Gefühlen und Glaubenssätzen.
    • Der Fokus liegt darauf, wie sich das Problem aus dieser Position anhört und anfühlt.
  • Erwachsenen-Position:
    • Nach einem bewussten Wechsel wird der zweite Stuhl eingenommen.
    • Das Problem wird nun aus der nüchternen, analytischen Erwachsenenperspektive betrachtet.
    • Das Erwachsenen-Ich sieht das Schattenkind gegenüber und bewertet die Situation mit klarem Verstand.
  • Häufig kommt es zu Vermischungen beider Positionen:
    • Schattenkind spricht in Erwachsenensprache.
    • Erwachsene formulieren Wünsche, die aus dem Schattenkind stammen.
  • Wichtig ist, beide Rollen sauber zu trennen:
    • In der Kinderposition müssen Ausdruck und Gefühl kindlich bleiben.
    • In der Erwachsenenposition soll das Problem nüchtern und unemotional betrachtet werden.
  • Die Übung kann auch schriftlich durchgeführt werden.

Zentrale Botschaft
Durch die getrennte Betrachtung beider Positionen wird erkennbar, welche kindlichen Gefühle und alten Glaubenssätze hinter aktuellen Problemen stehen.

Am meisten Wirkung entfaltet diese Übung, wenn du sie direkt mit dem Buch machst – es lohnt sich.