Einleitung zum Kapitel
In diesem Kapitel geht es darum, wie wir uns unbewusst davor schützen wollen, die negativen Glaubenssätze unseres Schattenkindes zu spüren. Weil wir mit unserer inneren Prägung oft vollständig identifiziert sind, entwickeln wir Verhaltensweisen, die uns scheinbar vor diesen schmerzhaften Gefühlen bewahren. Diese Schutzstrategien haben wir zum Teil schon als Kinder gebildet, andere entstehen erst später im Erwachsenenalter. Sie richten sich darauf, die eigenen Verletzungen nicht wahrzunehmen – und auch nach außen nicht sichtbar werden zu lassen.

Kernaussage
Schutzstrategien sind Verhaltensmuster, mit denen wir die schmerzhaften Überzeugungen und Gefühle des Schattenkindes verdrängen. Sie sollen uns Sicherheit geben, führen aber dazu, dass wir unbewusst handeln und unser Leben stark von diesen Strategien geprägt wird.

Wichtige Gedanken aus dem Kapitel

  • Schutzstrategien entstehen, wenn wir mit den Glaubenssätzen des Schattenkindes verschmelzen und versuchen, deren Schmerz nicht zu fühlen.
  • Wir entwickeln sie, damit weder wir selbst noch andere merken, wie ungenügend oder verletzt wir uns im Innersten fühlen.
  • Manche Strategien entstehen bereits in der Kindheit, andere erst im Erwachsenenalter (z. B. Flucht in Süchte).
  • Jeder Mensch trägt eine Vielzahl an Glaubenssätzen in sich und entwickelt deshalb auch mehrere Schutzstrategien.
  • Diese Strategien spielen sich fast immer auf der Verhaltensebene ab – sie prägen, wie wir handeln und wie wir in Beziehungen auftreten.
  • Das Kapitel bereitet darauf vor, im Anschluss die einzelnen Schutzstrategien im Detail kennenzulernen und besser zu verstehen.

Zentrale Botschaft
Schutzstrategien sind unbewusste Verhaltensmuster, die uns vor dem Schmerz unserer Glaubenssätze bewahren sollen. Sie sind kurzfristig hilfreich, bestimmen aber langfristig unser Handeln und erschweren den Zugang zu unseren eigentlichen Gefühlen.

Wenn dich dieses Thema anspricht: Lies das Original – es lohnt sich.